SEE YOU SOON AGAIN

Kinostart: 
28.09.2012

REGIE UND PRODUKTION:
Lukas Stepanik, Bernadette Wegenstein 

KAMERA:
Allen Moore, Garrett Guidera 

SCHNITT:
Patrick Wright 

ORIGINALMUSIK:
Balmorhea 

TON:
Matt Davies, Jay Lawson, Bob Silverthorne 

FEATURING:
Leo Bretholz, Bluma Shapiro, Livia Shapiro, Meredith O’Connell, u.a.

ALTERSFREIGABE:
uneingeschränkt  

SPRACHFASSUNG:
Originalfassung (Englisch) mit dt. UT 

FORMAT:
DCP, Blu-ray, DVD

Lukas Stepanik/Bernadette Wegenstein - A/USA 2012, 79 min.

SEE YOU SOON AGAIN erzählt die Geschichte von Leo Bretholz, der 1921 als Kind jüdischer Eltern in Wien geboren wurde und 1938 auf Drängen seiner Mutter aus dem nationalsozialistischen Österreich geflüchtet ist. Davon ausgehend zeigt der Film die Gemeinschaft der Holocaust-Überlebenden in Baltimore, eine der größten in den USA, und entwirft ein berührendes Porträt des Austro-Amerikaners sowie der polnischen Emigrantin Bluma Shapiro.

 

Im Zentrum des Films steht dabei das Engagement von Leo und Bluma in der Holocaust Education, der oft ein ganzes Schuljahr dauernden Auseinandersetzung von Schulklassen mit der Shoah und der jüdischen Emigration. Jüdische, katholische und afro-amerikanische Schülerinnen, die weit weg von Holocaust-Gedächtnisorten aufgewachsen und oftmals mehr Vorstellungen von der Geschichte der Sklaverei als der des Nationalsozialismus haben, entwickeln dabei unterschiedliche Zugänge, das erzählte zu rezipieren.

 

Parallel dazu wird von Konflikten in der Gemeinschaft der Überlebenden erzählt, beispielsweise von Blumas Enkelin Livia, die für sich beansprucht, ebenso eine Holocaust-Überlebende zu sein wie ihre Großmutter und von Blumas Mission nichts mehr hören will.

 

SEE YOU SOON AGAIN handelt nicht einfach nur von Zeitzeugenaussagen über den Holocaust, sondern zeigt vielmehr, wie sehr die Holocaust-Überlebenden noch mit ihrer Geschichte zu kämpfen haben und wie schwer und problematisch, aber gleichzeitig unabdingbar es ist, ebendiese Geschichte weiterzugeben.

 

Lukas Stepanik und Bernadette Wegenstein legen mit SEE YOU SOON AGAIN eine feinfühlige und reflexive Dokumentation über das Gedenken an die Shoah und die Rolle der jungen US-amerikanischen Generation vor. Es ist ein kontroverser Film, der offen die Problematik aufzeigt, mit der die Zeitzeugen konfrontiert sind, wenn sie versuchen, ihre Geschichten den Teenagern im amerikanischen Schulalltag weiterzugeben.

Pressezitate: 

Der einfühlsame aber auch ambivalente Blick auf die Schwierigkeit, die Last und vor allem die Notwendigkeit, Geschichte weiterzugeben, ist eine der Stärken dieses gemessen am Sujet erstaunlich unterhaltsamen Films. (Günter Pscheider, ray Filmmagazin)

 

SEE YOU SOON AGAIN (das war das Letzte, was Leos kleine Schwester ihm geschrieben hat: "Seh dich bald wieder") ist zur Hommage an einen Unbeugsamen geworden. Der Film zeigt den Exilwiener vor vollen Auditorien und im kleinen Kreis. Leo Bretholz beschwört Schreckliches herauf, ist manchmal überwältigt von seiner Aufgabe ("I'm over-holocausted!"), kann sehr bitter werden, ist dann wieder gelöst und erzählt Witze... Ein spannendes Nebenprodukt ist der Einblick in den US-Schulalltag mit seinen Ritualen und Appellen, mit zugleich überschäumender und ritualisierter Freundlichkeit. Manches erinnert da an Fred Wisemans Dokumentar-Klassiker HIGH SCHOOL, wenn auch weniger streng à la Direct Cinema. (Michael Freund, Der Standard)

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